Bitte beschreibe einmal deine Aufgaben.
In unserem Team kümmern wir uns um die steuerlichen Sachverhalte und die Beratung von Unternehmen. Unsere Mandant:innen sind entweder Unternehmen aus Deutschland, die Mitarbeiter:innen ins Ausland entsenden oder ausländische Unternehmen, die Mitarbeiter:innen nach Deutschland entsenden. Das nennt man bei uns outbound und inbound. Meine Aufgabe ist hierbei, deren Steuererklärung zu bearbeiten. Diese müssen mit Erläuterungen angefertigt werden und in DATEV eingetragen werden. Das ist die Software, mit der wir arbeiten. Die Steuererklärungen werden dann an das Finanzamt übermittelt und daraufhin bekommen wir einen Bescheid zugesandt, den wir prüfen und gegen den wir evtl. einen Einspruch einlegen müssen. Darum kümmere ich mich hauptsächlich.
Was fasziniert dich so am Thema Steuern?
Ich finde es schön, dass es beim Steuerrecht überall einen Hintergrund gibt und man wirklich alles in den Gesetzen herausfinden und nachschlagen kann. Außerdem sind die Themen nicht immer gleich, sondern haben durch die verschiedenen Gebiete viele Facetten. Das finde ich sehr interessant.
Wenn deine Ausbildung ein Film wäre, welchen Titel würde sie tragen?
„Tax Anatomy“
Warum hast du dich für eine Ausbildung bei Deloitte entschieden?
Ich war vorher ein Jahr lang beim Finanzamt und habe dann gemerkt, dass ich mehr selber machen und nicht nur kontrollieren möchte, was gemacht wurde. Ich habe mich dann für eine Steuerberatung entschieden und wollte aber auf keinen Fall in eine kleine Kanzlei. Ich wollte schon etwas Großes und Internationales mit mehr Reichweite.
Wie sieht bei dir ein typischer Tag aus?
Der typische Arbeitstag fängt bei mir um halb acht an. Wenn ich zur Arbeit komme, setze ich mich an den Computer und schaue, was ich für E-Mails erhalten habe und was für Aufgaben anfallen. Meistens habe ich die Aufgabe, eine oder mehrere Steuererklärungen zu erstellen oder Anfragen an das Finanzamt oder die Mandant:innen vorzubereiten. Das Tolle hierbei ist, dass die Steuererklärungen und Fälle jedes Mal internationale Fragestellungen beinhalten und so wird man immer wieder mit neuen Sachverhalten konfrontiert. Manchmal bereite ich auch Antworten an das Finanzamt vor. Um 12 Uhr ist Pause, da treffen wir Azubis uns und gehen essen. Danach arbeite ich an meinen Aufgaben weiter und dann gehe ich um ca. 16 Uhr in den Feierabend.
Mal Hand aufs Herz: Nach Feierabend, was vermisst du am wenigsten?
Ich würde sagen, dass es für mich noch eine Herausforderung ist, E-Mails auf Englisch zu verfassen, besonders in Wirtschaftsenglisch und mit den vielen Fachbegriffen. Aber man kommt mit der Zeit rein, es wird immer leichter.
Übrigens: Deloitte unterstützt Auszubildende beim Englischlernen durch Angebote wie zum Beispiel einem E-Learningprogramm mit regelmäßigem Englischunterricht neben der Ausbildung.
Wer steht dir bei Fragen zur Seite?
Bei Fragen steht mir meine Ausbilderin zur Seite, aber ich kann auch meinen Kollegen fragen, der bei mir im Büro sitzt. Er hat schon ein bisschen mehr Erfahrung und wir ergänzen uns da ganz gut.
Was war bis jetzt das Lustigste, das du bei Deloitte erlebt hast?
Das Lustigste, was ich bisher erlebt habe, war ein Anruf beim Finanzamt, wo ich mich für einen Mandanten über die geleisteten Steuerzahlungen und Erstattungen erkundigen sollte, die in dem Jahr geflossen sind. Und es ist so viel auf dem Konto passiert, dass er sich das angesehen hat und erstaunt meinte: „Alter Vadder, wenn Sie das sehen könnten!“ Damit habe ich nicht gerechnet und musste sehr lachen.
Welches Tier wären Steuerfachangestellte in der Natur? Und warum?
Erdmännchen vielleicht. Wir sind wachsam, achten auf Veränderungen, arbeiten ganz viel im Team und sind auch fleißig.
Hast du Tipps für andere, die sich für diese Ausbildung interessieren?
Am besten ist es, sich über den Inhalt dieser Ausbildung zu informieren und eventuell ein Praktikum zu machen, weil das schon viel zeigen kann, ob man sich in dem Beruf wohl fühlt. Ich habe während meines Abiturs ein Praktikum bei einer Steuerberatung gemacht und hab dort den Job lieben gelernt. Alles andere sollte man einfach auf sich zukommen lassen.
Was ist noch wichtig?
Ich denke es ist ganz wichtig, dass man auch soziale Kompetenzen mitbringt. Weil wir sehr viel im Team arbeiten und bei Deloitte auch großer Wert darauf gelegt wird.