Jobcast mit Lea aus dem Bereich Financial Services Industry
Lea: Ich sehe den Beruf als Beratungsexpert:in total als Chance, gerade im Hinblick auf das erfolgreiche Zusammenführen von Familie und Beruf. Und ich glaube, das wird nach außen häufig irgendwo falsch dargestellt oder auch falsch wahrgenommen.
Host: Du hörst Lea, die bei Deloitte als Director im Bereich Financial Services Industry tätig ist und dir aus ihrem Arbeitsalltag erzählt.
Lea: Wir arbeiten vornehmlich mit Sparkassen, Sparkassenverbänden und der Sparkassen-Finanzgruppe. Zum einen ist es dann beispielsweise eine Frage wie: Wo sieht sich die Sparkasse in der Zukunft? Das heißt, ich habe gerade ein Projekt betreut, bei dem wir ein Zielbild für den Privatkundenvertrieb gemeinsam gestaltet haben – in einer Art Workshop-Modus zusammen mit dem Kunden. Wie erreichen Sparkassen eigentlich Kunden besser in dieser digitalen Welt? Was bedeutet das Ganze eigentlich für die Mitarbeitenden? Also wie konkret gestaltet man Wandel erfolgreich gemeinsam mit der Sparkasse für die Mitarbeitenden der Sparkasse?
Ich würde sagen, ein großer Teil unserer Arbeit ist wirklich Relationship-Management. Das können natürlich Themen sein, bei denen es irgendwo in der Organisation knirscht, etwa wenn Teams nicht optimal zusammenarbeiten. Ist das dann etwas, was man eher über Coaching und Kulturveränderungen abfängt – im Sinne von Change-Management? Oder ist es tatsächlich ein größeres strukturelles Thema, bei dem man beispielsweise auch über grundsätzliche strukturelle Veränderungen mit dem Kunden diskutiert – im Sinne einer Reorganisation? Und ich denke, dass gerade diese zwischenmenschliche Ebene immer wichtiger wird und dass man wirklich eher einen Fokus legt auf aktives Zuhören und Empathie.
Grundsätzlich verändert sich das Unternehmensbild stärker dahingehend, dass auch Unternehmen, mit denen man arbeitet, viel Verständnis mitbringen. Wenn man beispielsweise sagt: „Da läuft gerade ein Kind durch die Kamera“ oder „Mein Kind ist krank, ich kann leider an diesem Termin nicht teilnehmen“ etc. Das sind natürlich Themen, die auf beiden Seiten immer wichtiger werden, und ich sehe auch ein zunehmendes Verständnis – natürlich auch auf Kundenseite.