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Studydrive Career To Go Podcast mit Pia aus dem Bereich Global Employer Services

Einleitung: „Für mich zeichnet sich die Kultur vor allem durch eine offene und kollegiale Atmosphäre aus. Das heißt, dass man sich gegenseitig unterstützt und gerade auch am Anfang, aber natürlich auch später, Fragen stellen kann und einem bestmöglich geholfen wird.“

Intro: Career to go – Was macht man in einem bestimmten Job?

Career to go – Wie wird man fit für die Arbeitswelt?

Studydrive fragt nach.

Interview beginnt

Marie: Hallo und herzlich willkommen zu Career to Go von Studydrive. Mein Name ist Constanze Marie Teschner. In dieser Episode spreche ich mit Pia Klassing von Deloitte. Pia ist am Standort Düsseldorf tätig und hat ihre Karriere dort zunächst mit einer Berufsausbildung in der Steuerberatung gestartet. Während dieser Zeit durchlief sie verschiedene Bereiche und bekam so früh einen vielseitigen Einblick in die Welt der Steuerberatung. Nach dem ersten Ausbildungsjahr entschied sie sich, den nächsten Schritt zu gehen und parallel ein Studium zu beginnen.

Heute hat Pia ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, ist fest im Team angekommen und denkt bereits über weitere Entwicklungsschritte nach. Wir sprechen außerdem darüber, wie ihr Arbeitsalltag im Teilzeitmodell aussieht, welche Chancen Deloitte ihr auf ihrem Weg eröffnet hat und wie man herausfindet, welcher Karriereweg wirklich zu einem passt. Herzlich willkommen, Pia, schön, dass du da bist.

Pia: Hi, vielen Dank, dass ich heute hier sein darf. Ich freue mich, heute über meinen Arbeitsalltag bei Deloitte und mein Studium berichten zu dürfen.

Marie: Das wird total spannend, ich freue mich auch darauf. Bevor wir da einsteigen, wollen wir uns mit unserer Rubrik „Zum Warmwerden: die Fantastischen 4“ ein bisschen warm machen. Bist du bereit?

Pia: Ja, bin ich.

Marie: Tab-Safari: Wie viele Browser-Tabs hast du gerade offen und was sagt das über deinen Arbeitsstil?

Pia: Also, ich glaube, gerade habe ich so vier Tabs offen. Ich probiere meistens, so wenig wie möglich offen zu haben, um einfach einen guten Überblick zu behalten.

Marie: Das ist sehr vorbildlich. Gameshow: Welches ist dein Lieblingsspiel?

Pia: Wenn ich jetzt auch ans Office denke: Wir haben ja auch Gaming-Möglichkeiten und dort spielen wir manchmal in den Pausen mit Kolleginnen und Kollegen Mario Kart oder auch Tischtennis. Das ist eine schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag im Büro.

Marie: Out of Office: Womit verbringst du am liebsten deine Zeit außerhalb der Arbeit?

Pia: Außerhalb der Arbeit mache ich momentan viel Pilates, aber ich würde sagen, allgemein einfach Sport. Ich denke, das ist ein guter Ausgleich, um sich auch mal mit etwas anderem zu beschäftigen.

Marie: Und auch sehr gesund.

Pia: Das stimmt.

Marie: Monday Move: Was ist deine persönliche Taktik, um gut in die neue Woche zu starten?

Pia: Bei mir ist es die klassische To-do-Liste, damit man alle Prioritäten und Deadlines für die anstehende Woche im Überblick hat. Aber wie du vorhin auch schon erwähnt hast, startet meine Woche tatsächlich am Dienstag und nicht am typischen Montag.

Marie: Cool, das ist schon mal ein sehr guter Übergang in unser Interview, denn darauf werden wir auch gleich zu sprechen kommen. Vielen Dank, dass du uns einen kleinen Einblick in dein Privatleben gegeben hast. Pia, du hast während deiner Ausbildung schon verschiedene Bereiche innerhalb der Steuerberatung kennenlernen dürfen. Das habe ich im Intro ja schon kurz angeschnitten. Gab es dort Einblicke, die dich besonders geprägt haben?

Pia: Ich würde sagen, besonders spannend und prägend fand ich, dass ich schon früh direkt mit echten Mandaten und Aufgaben vertraut gemacht wurde und dort auch mitarbeiten durfte. Es waren also nicht nur Übungsfälle, die sich jemand ausgedacht hat, um mich an die Themen heranzuführen. Dadurch konnte ich sehr schnell praktische Erfahrung sammeln und die Steuerberatung allgemein besser verstehen. Außerdem wurde mir gezeigt, wie vielfältig die Steuerberatung sein kann.

Marie: Und das hat dann ja auch dazu geführt, dass du dein Studium begonnen hast und dich noch weiter mit der Materie beschäftigen wolltest. Es war also genau der richtige Zugang, um dich neugierig zu machen. Wie hast du es dann geschafft, Studium und Arbeit parallel zu organisieren? Ich stelle mir das durchaus herausfordernd vor.

Pia: Ja, am Anfang ist das auf jeden Fall herausfordernd, weil natürlich sehr viele neue Eindrücke auf einen zukommen. Im Endeffekt hat es sich bewährt, dass ich mir eine klare Struktur und ein festes Konzept geschaffen habe. Also, dass ich genau wusste: An diesen Tagen habe ich Uni, an diesen Tagen arbeite ich. So konnte ich meine Zeit bestmöglich einteilen. Außerdem hilft es, nicht alles bis zur letzten Deadline hinauszuzögern, sondern frühzeitig zu planen oder sich zumindest eine Struktur zu machen, wie das Ganze aussehen könnte. Gerade in stressigen Phasen mit Klausuren ist natürlich jeder ein anderer Lerntyp und geht unterschiedlich damit um. Aber ich glaube, dass feste Strukturen wirklich der ideale Fahrplan sind, damit man sich nicht überrollen lässt, wenn es zum Ende hin doch stressiger wird.

Marie: In unserem Vorgespräch hast du mir erzählt, dass du sogar ein Auslandssemester in Mailand verbringen konntest. Wie kam es dazu? Was hat es damit auf sich gehabt?

Pia: Die Möglichkeit ergab sich über das Erasmus+-Programm. Dabei hat man die Möglichkeit, an einer Partnerhochschule ein Semester zu absolvieren, und das habe ich in Mailand gemacht. Ich fand die Stadt an sich schon sehr ansprechend, weil sie eben nicht in Deutschland liegt und viel Internationalität mitbringt. Das hat mir viele Möglichkeiten gegeben, selbstständiger zu werden, neue Dinge zu entdecken, mich neu zu organisieren und mich auch wieder in neue Gruppen zu integrieren. Dieses Interesse an einer komplett neuen Erfahrung war eigentlich meine Motivation für das Auslandssemester.

Die Organisation musste ich größtenteils selbst übernehmen. Allerdings gab es natürlich auch Unterstützung, sowohl von meiner Hochschule, zum Beispiel indem man mit anderen Studierenden, die ebenfalls nach Mailand gehen, vernetzt wurde oder Informationen erhalten hat, als auch bei den Anträgen für die Einschreibung an der Hochschule. Aber auch von meinem Arbeitgeber habe ich Unterstützung erhalten. Da ich ja Teilzeit gearbeitet habe, habe ich für diese Zeit unbezahlten Urlaub bekommen, um das Auslandssemester absolvieren zu können und nicht arbeiten zu müssen.

Marie: Dieses Auslandssemester hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass du heute in einem sehr internationalen Bereich arbeitest, nämlich im Bereich Global Employer Services. Was genau steckt hinter diesem Bereich?

Pia: Im Bereich Global Employer Services geht es allgemein um die internationale Mobilität von Mitarbeitenden aus ganz verschiedenen Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Mitarbeitende auf Entsendung gehen oder remote aus dem Ausland arbeiten. Bei uns ist es so, dass verschiedene Themenbereiche abgedeckt werden. Das kann zum Beispiel Einkommensteuer, Lohnsteuer, Sozialversicherung oder auch Immigration betreffen. Unser Ziel ist es, die Unternehmen und die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, das steuerlich und organisatorisch korrekt umzusetzen.

Marie: Und wie sieht das dann ganz konkret in deinem Arbeitsalltag aus? Mit welchen Themen beschäftigst du dich?

Pia: Ich arbeite im Bereich Employment Taxes und bin allgemein für die Erstellung von Gehaltsabrechnungen im internationalen Kontext zuständig. Vereinfacht dargestellt könnte das zum Beispiel ein Mitarbeitender sein, der aus privaten Gründen, aber in Abstimmung mit dem Arbeitgeber, für mehrere Monate ins Ausland geht, etwa nach Italien. Dann schauen wir uns zum Beispiel an, ob ein wirtschaftlicher Arbeitgeber vorliegt, ob eine Lohnsteuereinbehaltungsverpflichtung besteht oder welche steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Aspekte zu berücksichtigen sind. Gerade im internationalen Kontext ist es außerdem wichtig zu prüfen, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen anzuwenden ist, um eine Doppelbesteuerung zwischen zwei Ländern zu vermeiden.

Marie: Daraus schließe ich, dass dein Arbeitsbereich und deine tägliche Kommunikation sehr international sind. Wie zeigt sich das genau in deinem Alltag?

Pia: Das zeigt sich auf jeden Fall in der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, da ich nicht nur mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland zusammenarbeite, sondern auch mit Teams aus anderen Ländern. In meinem Fall ist das aktuell zum Beispiel viel mit Kolleginnen und Kollegen aus den USA oder aus Nachbarländern in Europa. Das hängt ganz davon ab, wo die Mitarbeiterentsendung stattfindet und welche Länder dabei eingebunden sind. Dort nehmen wir dann natürlich auch Abstimmungen über Ländergrenzen hinweg vor. Dabei muss man auch die verschiedenen Zeitzonen berücksichtigen, sowohl bei E-Mails als auch bei Calls. Hinzu kommt natürlich, dass wir Kontakt mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern aus den Unternehmen haben, die ebenfalls nicht unbedingt in Deutschland sitzen, sondern in verschiedenen Ländern.

Marie: Sprichst du dann viele unterschiedliche Sprachen oder reichen deine Kenntnisse in Deutsch und Englisch aus?

Pia: Ich würde sagen, dass Deutsch und Englisch auf jeden Fall ausreichend und auch wichtig sind. Zum einen betrachten wir das deutsche Steuerrecht, daher ist es essenziell, dass man Deutsch versteht und spricht. Aber gerade in meinem Bereich ist Englisch ebenfalls sehr wichtig. Wie ich eben schon erwähnt habe, ist es bei der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland natürlich wichtig, sich auch auf Englisch verständigen zu können.

Marie: Du sagtest gerade, dass viel Kommunikation per E-Mail stattfindet. Was macht die internationale Komponente für dich trotzdem besonders interessant?

Pia: Das ist allgemein der Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Kulturen, weil dadurch alles sehr abwechslungsreich wird. Es gibt unterschiedliche Fragestellungen, nicht immer die gleichen Sachverhalte, sondern immer wieder neue und individuelle Fälle, die man betrachtet. Ich glaube, genau diese Vielfalt macht den Bereich für mich so spannend.

Marie: Viele denken bei Steuerberatung ja zuerst an eher starre Strukturen. Wie erlebst du das Thema Flexibilität in deinem Team?

Pia: Ich empfinde mein Team tatsächlich als sehr flexibel. Zum einen ist es bei mir so, dass ich Teilzeit arbeite. Das heißt, ich bin drei Tage in der Woche im Office, und ich glaube, das macht für mich persönlich einen großen Teil dieser Flexibilität aus. Aber auch in meinem Team spiegelt sich das wider, da dort ebenfalls Teilzeitmodelle vertreten sind. Außerdem haben wir die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. Das heißt, wir können auch von zu Hause aus arbeiten und müssen nicht jeden Tag ins Office kommen, was natürlich ebenfalls zu viel Flexibilität beiträgt. Und was für mich auch sehr wichtig ist, ist das eigenverantwortliche Arbeiten – natürlich immer passend zum jeweiligen Level. Das macht den Arbeitsalltag für mich sehr angenehm.

Marie: Dein Team sitzt ja nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Berlin. Wie funktioniert diese standortübergreifende Zusammenarbeit?

Pia: Ich würde sagen, dass die Zusammenarbeit vor allem durch regelmäßige Abstimmungscalls und eine gute Kommunikation im Team funktioniert, zum Beispiel über An- und Abwesenheiten oder über die klare Verteilung von Aufgaben. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass wir in regelmäßigen Abständen auch Teammeetings in Präsenz haben. Das bedeutet in meinem Fall zum Beispiel, dass ich nach Berlin fahre, um dort mit meinen Teamkolleginnen und -kollegen im Office zusammenzuarbeiten. Danach unternehmen wir oft auch privat noch etwas zusammen, was den Zusammenhalt natürlich zusätzlich stärkt und Raum für Austausch über nicht berufliche Themen schafft. Als wir das letzte Mal in Berlin waren, haben wir zum Beispiel eine Food-Tour gemacht. Wir lassen uns da immer ein bisschen etwas einfallen, um den Teamzusammenhalt zu stärken.

Außerdem gibt es größere standortübergreifende Treffen innerhalb von Global Employer Services, bei denen Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland zusammenkommen. Das ist natürlich auch immer besonders interessant und wertvoll, um weitere Einblicke zu bekommen und sich mit Kolleginnen und Kollegen von anderen Standorten zu vernetzen.

Marie: Da kann ich dir nur beipflichten. Gerade diese Interaktion untereinander ist total wichtig. Wenn man sich oft nur digital sieht, ist es besonders bereichernd, sich auch offline zu treffen und auszutauschen, weil da einfach noch einmal viel mehr passiert – auch in den Zwischentönen. Meine nächste Frage geht in eine ähnliche Richtung: Was macht die Kultur in deinem Arbeitsumfeld für dich aus? Was macht sie für dich besonders?

Pia: Für mich zeichnet sich die Kultur vor allem durch eine offene und kollegiale Atmosphäre aus. Das heißt, dass man sich gegenseitig unterstützt und gerade auch am Anfang, aber natürlich auch später, Fragen stellen kann und einem dann bestmöglich geholfen wird. Ich glaube, dass das vor allem auch durch die Du-Kultur gefördert wird, weil dadurch die Distanz zwischen den verschiedenen Positionen nicht so groß ist. Das ist eigentlich das, was das Arbeitsumfeld für mich hier bei Deloitte ausmacht.

Marie: Pia, vielen Dank für diesen spannenden Einblick in deine Arbeitsrealität. Ich glaube, unsere Hörerinnen konnten ganz viel darüber lernen, wie man in deinem Feld erfolgreich wird und auch, wie man dorthin kommt. Ich glaube, dass es wirklich nicht leicht ist, sich so zielgerichtet zu strukturieren und seine Ziele zu verfolgen. Aber du hast gezeigt, wie man das Schritt für Schritt machen kann, und damit ein sehr gutes Beispiel gesetzt. Vielen, vielen Dank für dein Engagement und für deine Zeit.

Pia: Vielen Dank, dass ich da sein durfte.

Marie: Liebe Hörerinnen, ich packe euch alle Infos in die Shownotes. Und natürlich freuen wir uns, wenn ihr die Episode weiterempfehlt und den Podcast abonniert. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und auf Wiederhören.