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Jobcast mit Jonathan aus dem Bereich Regulatory and Financial Risk 

Jonathan: Unsere Aufgabe besteht letzten Endes darin zu schauen, wie sich neue regulatorische Anforderungen auf Institute auswirken – beispielsweise ganz aktuell die neue Capital Requirements Regulation (CRR 3), die 2025 in Kraft treten wird. 

Host: Du hörst Jonathan, der bei Deloitte im Bereich Regulatory and Financial Risk tätig ist, und dir aus seinem Arbeitsalltag erzählt. 

Jonathan: In der neuen CRR 3 ist es so, dass die Risikopositionsklassen angepasst werden. Hier werden Risikogewichte überarbeitet, ebenso wie die Art und Weise, wie Eigenkapital quantifiziert wird. 

Unsere Aufgabe besteht darin, zu prüfen, wie die aktuellen rechtlichen Vorgaben aussehen, wie gerechnet werden muss und wie hoch beispielsweise das Eigenkapital ist, das eine Bank für das Kreditrisiko vorhalten muss. 

Im nächsten Schritt wird analysiert, wie die künftigen Eigenmittelanforderungen für das Kreditrisiko aussehen werden. Dabei identifizieren wir die sogenannten „Gaps“. Ein Beispiel: Das Institut muss künftig möglicherweise mehrere Millionen Euro mehr Eigenkapital vorhalten. 

Durch diese Analyse weiß das Institut, wie die künftige Kapitalplanung aussehen sollte. 

Man hat ja oft ein gewisses Vorurteil gegenüber größeren Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsunternehmen – dass dort ein strenger Wind herrscht oder dass es sehr hierarchisch ist. Das ist bei Deloitte absolut nicht der Fall. 

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr locker, und es herrscht eine Duzkultur. Man merkt einfach, dass die Kolleg:innen die eigene Arbeit schätzen, wenn man gute Leistungen erbringt. 

Im Hinblick auf die Reisetätigkeit ist es so, dass man je nach Projekt entweder komplett remote arbeitet oder vielleicht einmal pro Woche oder alle zwei Wochen zum Kunden fährt. Das ist natürlich etwas, das sich sehr gut mit der eigenen Lebensplanung vereinbaren lässt. 

Bei mir war es so, dass ich in den ersten ein bis zwei Monaten sehr engagiert war. Immer wenn ich freie Kapazitäten hatte, habe ich mich bei verschiedenen potenziellen Ansprechpartner:innen gemeldet und gefragt, ob ich noch irgendwo unterstützen kann. 

Ich habe oft mehr gemacht, als ich eigentlich musste. Mir wurde jedoch gesagt, dass man, wenn man am Anfang des Berufslebens steht, darauf achten sollte, sich nicht auszubrennen, sondern langfristig zu denken. 

Dieses Feedback war für mich sehr positiv und hat mir geholfen, meine Arbeit besser zu strukturieren und langfristig erfolgreich zu sein.