Studydrive Career to go Podcastfolge mit Anu aus dem Bereich AI & Data
Interviewer:in: Sie arbeitet für eine der großen Beratungsfirmen. Sie liebt Herausforderung und Wachstum und Ihre Work-Life-Balance hat sie auch noch im Griff. Klingt für mich nach einem Rolemodel.
Intro: Career to go – Was macht man in einem bestimmten Job? Career to go – Wie wird man fit für die Arbeitswelt? Studydrive fragt nach.
Interviewer:in: Hallo und herzlich willkommen zu Career to go von Studydrive und mit mir, Constanze Marie Teschner. Ich habe es in den vergangenen Folgen vermutlich schon mal erwähnt: Ich habe Kulturwissenschaften studiert und bin damit mit meinem Fachgebiet relativ weit entfernt von dem meiner heutigen Gästin, Anu Talreja ist Senior Consultant bei Deloitte im Bereich Consulting. Umso interessanter finde ich es, zu erfahren, wie sie das geworden ist. Ich möchte ihren Joballtag kennenlernen, will erfahren, wie es um ihre Work-Life-Balance bestellt ist. Ich glaube, in einer Beratung ist das ein Thema, das man sich mal angucken kann und sicherlich noch einiges darüber hinaus. Herzlich willkommen, Anu!
Anu: Vielen lieben Dank. Hallo in die Runde.
Interviewer:in: Schön, dass du da bist, Anu. Stell dich doch mal ganz kurz vor: Wie alt bist du, wo kommst du her und was hast du vielleicht studiert?
Anu: Sehr gerne, so machen wir das. Ja, hallo, ich bin die Anu, Anu Talreja, bin 32 Jahre alt und habe indische Wurzeln. Ich bin mit ja nicht mal einem Lebensjahr hier nach Deutschland gekommen und bin hier aufgewachsen, hier zur Schule und hier studiert. Ich habe ein duales Studium bei einer Großbank gemacht, da war ich dann circa sieben Jahre lang auch tätig, vor allem im Finanzierungsbereich, war für komplexere Baufinanzierungen tätig und habe da mit verschiedenen Vermittler:innen und Makler:innen, aber auch mit ganz, ganz verschiedenen Kunden zusammengearbeitet. Irgendwann habe ich mich dann entschieden, dass ich einen Wechsel brauche, habe mich dann vor, ja, viereinhalb Jahren bei Deloitte beworben und bin jetzt, ja, seit etwas über vier Jahren, genauer gesagt vier Jahre und fast fünf Monate, auch schon bei Deloitte. Ich bin hier im Banking-Bereich auch tätig. Der Bereich nennt sich BCM Core Solutions. Das ist quasi einer der vielen Bankbereiche, wo ich dann mit verschiedenen Bankkunden auch wieder zu tun habe.
Interviewer:in: Okay, das finde ich total spannend, eben weil ich damit relativ wenig Berührungspunkte habe. Dazu habe ich mich ja gerade schon geoutet. Und in der Vorbereitung wollte ich erst mal ganz grundsätzlich erfahren, womit sich denn Deloitte überhaupt beschäftigen. Das habe ich gegoogelt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.
Automatisierte Stimme: Deloitte ist ein Dienstleister in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen.
Interviewer:in: Anu, ist das schon mal so ganz grob und ganz grundsätzlich der Aufgabenbereich von Deloitte? Kannst du das aus deiner Erfahrung so bestätigen?
Anu: Ja, auf jeden Fall.
Interviewer:in: Okay, gut, da habe ich schon mal richtig gegoogelt, da bin ich beruhigt. Jetzt haben wir also Deloitte schon mal grob kennengelernt. Wir möchten aber auch dich noch mal etwas näher kennenlernen, deshalb möchte ich dich herzlich willkommen heißen zu unserer Rubrik „Die fantastischen Vier“. Ich habe vier Bereiche herausgesucht, die dich näher vorstellen sollen. Der erste Bereich geht um deinen Job: Welches digitale Tool nutzt du am meisten in deinem Joballtag?
Anu: Ja, sehr gute Frage. Also sowohl beim Kunden als auch intern nutze ich am meisten Teams. Hier läuft die Kommunikation sehr gut, vor allem heute, in Zeiten der virtuellen Welt, hat man dann auch noch mal die Möglichkeit, die Kamera einzuschalten und sich zu sehen. Und das ist ein ganz, ganz großer Vorteil, wenn man dann doch irgendwie die Nähe auch dadurch schafft.
Interviewer:in: Von der digitalen Welt in die analoge Welt: Welches analoge Tool bereichert deinen Alltag?
Anu: Ja, da gibt es ganz klassisch mein Notizbuch, das ich nutze, in dem ich für mich einfach noch mal die wichtigsten To-Dos und allgemeine Notizen auch vermerke. Das hilft mir auch, mich ein wenig besser zu strukturieren, aber auch meine To-Dos im Blick zu behalten.
Interviewer:in: Da bin ich beruhigt, dass du dich eben nicht nur vor dem Computer aufhältst. Wenn du nach dem Mittagessen vielleicht in einem Mittagstief bist, wie rettest du dich daraus?
Anu: Ja, ganz klassisch würde ich mal sagen: die frische Luft, die tut es. Ein kurzer Spaziergang um den Block, wenn man wirklich zu Hause ist, oder wenn man im Büro ist, dann geht man ja ohnehin meistens in der Mittagspause raus, mit den Kolleg:innen gemeinsam Mittagessen, und dann hat man die frische Luft. Oder Plan B ist natürlich der Espresso, der dann vor dem Mittagstief auch noch mal helfen kann.
Interviewer:in: Kann ich beides auch unterschreiben. Vielen Dank schon mal für diese Tipps. Jetzt noch mal ein bisschen in dein Privatleben vielleicht: Welches Buch hast du als letztes gelesen?
Anu: Als letztes habe ich, glaube ich, das Buch „Zeit deines Lebens“ von Cecilia Ahern gelesen. Es ist ein sehr schönes Buch, und nach dem Lesen wird einem noch mal ganz bewusst, wie gestresst wir alle irgendwie durch den Alltag hetzen und dass wir uns wirklich auch mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben nehmen sollten.
Interviewer:in: Vielen Dank, Anu. Ich finde, wir haben dich jetzt wirklich schon etwas näher kennengelernt, persönlich. Und jetzt lass uns wieder zurückkommen zu deinem professionellen Alltag. Du hast bereits erwähnt, dass du vorher bei einer großen Bank gearbeitet hast. Was hat dich denn dazu bewogen, dich bei Deloitte zu bewerben?
Anu: Tatsächlich war das die Suche nach der neuen Herausforderung. Also ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, dass ich mal was Neues machen könnte. Doch dann ist man doch ein wenig zu bequem, und die Arbeit läuft gut. Man hat Spaß an der Arbeit, und dann macht man das irgendwie nicht. Aber irgendwann kam der Punkt: Ich habe mich auch privat verändert, bin umgezogen, und mit dem Umzug habe ich gesagt: „Komm, jetzt muss auch die berufliche Herausforderung her. Es muss ein Wechsel her.“ Und so bin ich zu Deloitte gewechselt. Ich hatte mir damals gewünscht, dass die Tätigkeit abwechslungsreich wird, dass ich einfach mal was Neues sehe, und das habe ich hier. Ich habe die Möglichkeit, in verschiedenen Teams an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten, mit verschiedenen Kunden, und das war so mein Anreiz. Und den habe ich tatsächlich, ja.
Interviewer:in: Ich höre deine Begeisterung auf jeden Fall schon heraus. Nun bist du ja bereits seit einigen Jahren für Deloitte tätig und kennst das Unternehmen sicherlich schon besser als eben vorher, von der Außenwahrnehmung: Hat sich deine Wahrnehmung in der Zwischenzeit verändert? Was schätzt du besonders an deinem Arbeitgeber?
Anu: Ja, das positive Bauchgefühl, das ich bei dem Bewerbungsgespräch hatte, hat sich irgendwie noch mal verstärkt oder auch bestätigt, würde ich mal sagen. Also ich habe bei Deloitte wirklich auch die Möglichkeit, an abwechslungsreichen Themen zu arbeiten, die sich natürlich je nach Projekteinsatz auch verändern. Dadurch lerne ich jetzt viele neue Kolleg:innen kennen, aber auch neue Kunden. Und die Lernkurve, die man sich ja irgendwie mit einem Jobwechsel auch erhofft, die ist definitiv bei mir gegeben. Besonders schön ist es auch, dass wir halt neben der Projektarbeit auch an internen Themen und Aufgaben mitwirken können. So kann ich beispielsweise an Bewerbungsgesprächen mit teilnehmen. Wir haben hier bei Deloitte ein Frauennetzwerk, da kann ich meinen Beitrag zu leisten, aber auch an Themen wie zum Beispiel Diversity. Das ist also – die Bandbreite ist wirklich sehr groß, und man kann hergehen und selber schauen: „Okay, was möchte ich machen, wo möchte ich meinen Fokus setzen?“ Und kann das Ganze halt neben der Projektarbeit zusätzlich machen, sodass am Ende des Tages einem nicht langweilig wird. Die Tätigkeit ist wandelbar, man hat immer wieder was anderes zu tun. Und innerhalb unserer Talentgroups sind wir jetzt mittlerweile auch schon eine kleine Familie, und wir freuen uns auch wirklich jedes Mal, wenn wir interne Events haben. Jetzt hatten wir letzte Woche ein tolles Teamevent, und es war schön, alle wiederzusehen und auch sich wieder auszutauschen. Und das sind halt die Vorzüge, die man wirklich bei Deloitte auch hat, ja.
Interviewer:in: Super schön. Also gerade interne Events und eine Art Community über den Joballtag hinaus bereichert es ja wirklich ungemein. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass dein Job sehr komplex ist – ein Job bei so einem großen Konzern. Kannst du mir vielleicht drei der wichtigsten Fähigkeiten nennen, die du hast, um deinen Job gut ausführen zu können? Und geh da gerne so ein bisschen ins Detail und begründe mir die.
Anu: Ja, sehr gerne. Die erste Fähigkeit, die mir da ad hoc einfällt, ist die Organisationsfähigkeit. Also ich selber werde oft auch als Organisationsmensch bezeichnet, und das ist auch besonders wichtig hier in der Tätigkeit, dass man strukturiert und organisiert an Themen herangeht, aber trotz stressiger Projektphasen den Überblick behält. Also am Ende des Tages muss man trotzdem gelassen sein, aber auch gegenüber dem Kunden nie den Eindruck vermitteln, dass man selber irgendwie gestresst ist, weil man zum Beispiel sich nicht organisieren kann. Also das ist auf jeden Fall eine ganz, ganz wichtige Fähigkeit. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, dass man mit Menschen zusammenarbeiten kann, weil man zum einen ja meistens als Team auftritt gegenüber dem Kunden, aber auch mit dem Kunden ja direkt den Kontakt hat. Das heißt, man muss ein Teamplayer sein, aber auch Spaß an der Arbeit mit anderen Menschen haben, das ist ganz wichtig. Und darüber hinaus würde ich sagen, ist Kommunikationsfähigkeit auch ganz wichtig. Also man muss offen, aber ehrlich kommunizieren können, um grundsätzlich alles voranzutreiben, aber auch die Aufgabe oder den Task, den man ja vom Kunden, das Problem, was man bekommt, effizienter umsetzen zu können. Und dann macht es keinen Sinn, irgendwie um den heißen Brei herumzureden, sondern wirklich offen, ehrlich – ganz, ganz wichtig.
Interviewer:in: Ich merke schon, dass man da viel Feingefühl auch braucht, manchmal auch so einen Balanceakt eingehen muss und dann manchmal vielleicht auch so ein bisschen Boldness zeigen. Du hast es gerade schon auch am Rande erwähnt, mit welchen Kunden du dich beschäftigst. In welchem Fachbereich sind denn deine Kunden angesiedelt?
Anu: Ja, unterschiedlich tatsächlich. Also ich hatte ja anfangs erwähnt gehabt, dass ich ein duales Studium bei der Großbank gemacht habe. Also sprich, ich habe Banking- und Finance-Erfahrung, hatte aber auch bisher Projekte im Versicherungsbereich. Also sowohl im Bankenumfeld als auch im Versicherungsbereich war ich bisher tätig. Nichtsdestotrotz Deloitte betreut ja viele, viele verschiedene Kunden, auch Kunden aus dem Öffentlichkeitsbereich, Automobilbranche – du hast ja vorhin also am Anfang schon eine gute Einleitung gegeben, was alles Deloitte umfasst. Und da fallen viele, viele verschiedene Kunden mit rein.
Interviewer:in: Hast du denn auch mal Interesse, mit Kunden aus einem anderen Bereich zusammenzuarbeiten?
Anu: Ja, ich habe tatsächlich schon mal die Möglichkeit bewusst genutzt. Ich habe ja Banking-Erfahrung bisher gehabt, habe aber irgendwann für mich gesagt: „Okay, ich möchte auch einen anderen Bereich mal sehen.“ Und bin dann in die Versicherungsbranche gewechselt, war dort zwei Jahre etwa auf einem Projekt und habe dadurch auch wichtige Einblicke in diesen Bereich gewinnen können. Aktuell bin ich wieder bei einer Bank tätig. Und grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich auch in andere Bereiche einzuarbeiten. Das hängt natürlich von der aktuellen Projektsituation ab. Also was ist am Markt jetzt auch gegeben, wo werden wir aktuell gefragt, sozusagen? Und wenn man dann Interesse an einem anderen Bereich auch hat, spricht man mit dem Vorgesetzten – in unserem Fall ist es unser Counselor, das ist eine Art Mentor. Jeder bei Deloitte hat auch einen festen Counselor, Mentor, und am besten noch mit dem Staffing Manager – das ist dann die Person, die uns auf Projekte „stafft“. Und wenn man das da entsprechend platziert, besteht auf jeden Fall die Möglichkeit, auch rechts und links zu schauen. Wichtig ist es immer, halt offen solche Themen anzusprechen. Auch wenn ich zum Beispiel mit meinem Projekt unzufrieden bin – ich meine, kann ja auch durchaus mal vorkommen – muss man das auf jeden Fall offen ansprechen und nicht irgendwie darauf hoffen und warten, dass selber jemand auf einen zukommt und dann sagt: „Hier, bist du unzufrieden mit deinem Projekt?“ Also immer offen das Gespräch suchen, und dann wird einem auch weitergeholfen.
Interviewer:in: Das klingt total super. Also wenn man eben diese Eigenverantwortung auch sieht und in die Hand nimmt, bietet euch der Arbeitgeber durchaus die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen – auch auf eine Art. Gibt es denn noch weitere Möglichkeiten, bei Deloitte zu wachsen und eben diese Weiterentwicklung voranzutreiben?
Anu: Ja, die gibt es durchaus. Also wir haben zahlreiche interne Schulungsmöglichkeiten. Es gibt ein Tool, wo wir selber aktiv werden können und uns Schulungen raussuchen können, die auch quasi zu unserem Level passen. Aber es gibt auch eine Reihe externer Schulungen, an denen wir teilnehmen können und uns sogar zertifizieren lassen können. Also das Angebot ist wirklich sehr groß, und man muss selber schauen: „Was möchte ich? Was ist der nächste Step für mich?“ Und dementsprechend dann auch die Themen platzieren und am besten dann auch mit dem eigenen Counselor den Entwicklungsplan festlegen und da auch festlegen, welche Schulungen, man halt wahrnehmen möchte.
Interviewer:in: Ach, das finde ich total stark. Gerade diese Kooperation mit einem Counselor, bei dem man sich Feedback holen kann, eben diesen Weiterbildungsplan zu erstellen und gemeinsam mit den Erfahrungen von Kolleg:innen Wachstum bewusst prägen. Das ist wirklich super. Ich glaube, mich daran zu erinnern, dass du in einem Nebensatz erwähnt hast, dass du selbst an Bewerbungsgesprächen teilnimmst. Ist das richtig?
Anu: Genau, das ist richtig.
Interviewer:in: Kannst du uns da vielleicht ein paar Insights geben? Was siehst oder hörst du gerne von den Kandidat:innen?
Anu: Ich finde es persönlich sehr toll, wenn die Bewerber:innen ihre Begeisterung für das Unternehmen – also in unserem Fall für Deloitte – irgendwie auch ausstrahlen. Also dass man das wirklich merkt, dass die Person, die da einem gegenübersitzt – also aktuell ja noch virtuell – das wirklich ausstrahlt, aber auch irgendwie greifbar macht. Also viele sagen natürlich: „Ich bewerbe mich gerne, ich möchte gerne zu Deloitte.“ Aber das wirklich positiv ausstrahlen und noch mal gleich mit Beispielen irgendwie unterstreichen, untermauern – das hilft auf jeden Fall.
Interviewer:in: Ich glaube, es würde den potenziellen Kandidat:innen helfen, diese Podcast-Folge zu hören, weil du, wie du von diesem Arbeitgeber sprichst, eben genau diese Ausstrahlung transportierst. Also daran kann man sich ein sehr gutes Beispiel nehmen, wie ich finde.
Anu: Vielen Dank.
Interviewer:in: Und dann jetzt vielleicht auch noch mal die Gegenseite: Wovor könntest du unsere Hörer:innen warnen? Was sollte man auf keinen Fall im Bewerbungsgespräch machen?
Anu: Die Vorbereitung ist A und O. Also wirklich gut vorbereiten. Und im Umkehrschluss: Eine schlechte Vorbereitung geht auf gar keinen Fall. Zudem sollte man auch in der Lage sein, das Gespräch auf Englisch zu führen – also zumindest gewisse Teile des Gesprächs. Wir müssen nicht hergehen und das komplette Gespräch auf Englisch führen. Aber da wir auch international vertreten sind, auch oftmals Kunden oder Kolleg:innen im Ausland sitzen, ist das auf jeden Fall ganz wichtig, Englisch sprechen zu können. Und die Englischkenntnisse sind einfach von Bedeutung. Da das gut vorbereiten, auch im Vorfeld ein wenig üben. Ich meine, man kann das sehr gut üben, und das ist ganz, ganz wichtig.
Interviewer:in: Ja, gut, dass du das noch mal so deutlich betonst, dass die Vorbereitung einfach nicht unterschätzt werden darf und dann ja auch eine Sicherheit im Bewerbungsgespräch transportiert wird. Und das wird dann einfach deutlich greifbarer. Ich habe gerade schon gesagt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass du einen sehr anspruchsvollen Job hast. Und du hast uns da einen sehr schönen Einblick gegeben. Dennoch nehme ich dich im Zen wahr - ziemlich ausbalanciert. Wie machst du das? Also wie findest du einen Ausgleich zu einem anspruchsvollen Job?
Anu: Ja, der Ausgleich ist zum einen dadurch gegeben, dass ich mir die Freiräume schaffe. Auch mal abends sage: „Okay, ich mache ein bisschen Sport.“ Und dann mache ich ganz gerne Zumba, wo ich mich halt beim Tanzen sozusagen auspowern kann.
Interviewer:in: Wie schön.
Anu: Und dann muss man sich halt auch die Zeit mal nehmen. Klar, jeden Abend macht man das nicht, aber sich vornehmen, ein bis zweimal die Woche vielleicht oder auch mehr, je nachdem, sich Freiräume zu schaffen und zu sagen: „Hier übe ich jetzt einfach das, was mir Spaß macht, aus.“ Und das ist halt super bei mir. Aber darüber hinaus: Ich backe sehr gerne. Also ich bin eine leidenschaftliche Bäckerin, und das ist auch so ein bisschen mein Ausgleich. Wenn ich dann abends noch mal einen leckeren Kuchen backen kann, tut es mir persönlich auch ganz gut. Plus die Familie freut sich natürlich über die Leckereien oder die Freund:innen. Also die zwei Dinge sind so mein guter Ausgleich aktuell.
Interviewer:in: Das finde ich auch sehr schön, dass du es noch mal betonst, dass eine Work-Life-Balance auch eine aktive Entscheidung ist. Und ähnlich wie wir das an anderen Stellen in unserem Gespräch hatten: Es kommt niemand und fragt: „Bist du auf dem Projekt glücklich?“. Man muss Eigeninitiative zeigen, sowohl im Job als auch im Privatleben, um da dieses Rundum-Paket zu schaffen, das einen glücklich macht und erfüllt. Ich habe in unserem Gespräch total wahrgenommen, dass du das gut im Griff hast bei diesem Arbeitgeber. Und ich glaube, da kann ich mir und auch unsere Hörer:innen sich einiges von dir abgucken. Anu, vielen, vielen Dank, dass du uns deinen Karriereweg hier so schön geschildert hast.
Anu: Ja, vielen Dank auch, dass ich teilnehmen durfte. Eine sehr schöne Erfahrung für mich und hat Spaß gemacht. Vielen Dank.
Interviewer:in: Das freut mich sehr zu hören. Und an euch, liebe Hörer:innen: Wenn ihr auch so viel Freude hattet beim Hören, wie wir bei der Unterhaltung, dann bewertet uns doch gerne auf allen gängigen Podcast-Plattformen und empfiehlt uns weiter. Wenn ihr Fragen habt an mich oder an Anu oder an Deloitte, dann dürft ihr die gerne stellen an podcast@studydrive.net. Alle Informationen verlinken wir natürlich in den Shownotes. Und dann möchte ich mich noch recht herzlich für eure Aufmerksamkeit bedanken und auf Wiederhören!